Projekte - EIP Projekt HESPA - Sicherung der Saatkartoffel

Im April 2026 startete das Projekt der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) mit dem Titel „Hessischer Pflanzenkartoffelanbau – erhalten und stärken – mit Grenzwert und praxistauglichen Ansätzen zum Erfolg“. Das Projekt HESPA – Sicherung Saatkartoffel wird von der res naturae QSV GmbH als Hauptverantwortlichem koordiniert.

Überreichung des Förderbescheides am 19.8.26.: Staatssekretär Daniel Köfer, Anna Dettweiler (Agrarservice Hessen-Pfalz GmbH), Manfred Dreßler (res naturae QSV GmbH) und Birgit Ritter (Referatsleitung HMLU). Copyright: IfLS Beratung und Projekte GmbH

Die zunehmende Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade (SGFZ) stellt den Kartoffelanbau in Hessen und Deutschland vor neue Herausforderungen. Die von der Zikade übertragenen Krankheitserreger können insbesondere bei Pflanzkartoffeln zu erheblichen Ausfällen und Qualitätsverlusten führen. Besonders betroffen sind Betriebe, die auf Eigennachbau angewiesen sind oder Pflanzgut vermehren. Gleichzeitig fehlen belastbare Daten und praxisrelevante Bewertungsgrundlagen, um die Eignung von Pflanzgut unter Befallsbedingungen sicher beurteilen zu können.

Ziel des Vorhabens ist es, die hessische Pflanzkartoffelproduktion trotz SGFZ-Befall zu sichern und eine bessere Grundlage für Entscheidungen bei Eigennachbau und Vermehrung zu schaffen. Hierzu werden die Krankheitserreger PHYPSO und ARSEPH mittels qPCR quantitativ auf Einzelknollenbasis untersucht. Die Ergebnisse werden mit dem Keimverhalten sowie mit Ertrags- und Qualitätsparametern aus Feldversuchen verknüpft.

Auf dieser Grundlage soll ein tolerierbarer Erregergehalt im Pflanzgut abgeleitet werden. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, die Pflanzgutqualität unter Befallsbedingungen besser zu bewerten und eine praxisgerechte Handlungsempfehlung zu entwickeln.

Für die Untersuchungen werden ausgewählte Kartoffelsorten auf hessischen Praxisbetrieben angebaut. Ein begleitendes Monitoring erfasst den Zikadenbefall und die Feldentwicklung. Die Laboranalysen und die Ergebnisse aus den Praxisversuchen werden anschließend miteinander verknüpft.

Die Operationelle Gruppe vereint landwirtschaftliche Betriebe und Organisationen mit Partnern aus Beratung, Verwaltung und Wissenschaft. Neben der res naturae QSV GmbH sind unter anderem die Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffel Hessen w.V., die Agrarservice Hessen-Pfalz GmbH, das Regierungspräsidium Gießen, der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, die Justus-Liebig-Universität Gießen und das Julius Kühn-Institut beteiligt. Eine vollständige Übersicht der Mitglieder und assoziierten Partner ist im Projektposter enthalten.

Ansprechpartner:

Manfred Dreßler (res naturae QSV GmbH)
Tel.: +49 (0) 6122 / 980655
E-Mail: info@res-naturae.de
Website: www.res-naturae.de

 

Laufzeit: 04/2026 – 03/2029

 

Projektposter

Eine Übersicht über Problemstellung, Zielsetzung, Durchführung, Mitglieder der Operationellen Gruppe und assoziierte Partner finden Sie im HESPA-Projektposter.

 

Pressemitteilung

Weitere Informationen zur Förderung der neuen EIP-Agri-Vorhaben und zur Einordnung des Projektes HESPA finden Sie in der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt.

 

Die Operationelle Gruppe „HESPA“ wird durch die EU im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-Agri) und das Land Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans für die Bundesrepublik Deutschland von 04/2026 bis 03/2029 gefördert. Ziel der EIP-Agri ist es, Innovationen zu entwickeln, um Nachhaltigkeit und Effizienz in der Landwirtschaft zu steigern.

 

Aktuelles:

Im Rahmen der Förderung von Innovation und Zusammenarbeit unterstützen die EU und das Land Hessen insgesamt 17 neue Vorhaben mit rund 6,62 Millionen Euro. Gefördert werden neun EIP-Agri Projekte sowie acht Zusammenschlüsse im Bereich Netzwerke und Kooperationen.
Die Bildergalerie zeigt die Überreichung der Förderbescheide am 19.8.26 auf dem Hof Jung in Pohlheim-Holzheim.  

Projektposter EiP Projekt "HESPA" 2026

Quelle: Agrarservice Hessen-Pfalz GmbH


LinkedIn Post zur Bescheidübergabe

Quelle: Institute for Rural Development Research (IfLS) (www.LinkedIn.com)

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